Häufige Fragen
Welche Unterlagen muss ich zur Vorbereitung für die Narkose mitbringen?

Bitte bringen Sie sämtliche aktuellen Befunde Ihres Hausarztes oder Ihrer behandelnden Ärzte mit, ggf. auch alte Arztbriefe, Operationsberichte, Allergieausweise, Blutgruppenausweise usw., so dass wir uns bei dem Vorstellungsgespräch ein umfassendes Bild von Ihrem Gesundheitszustand machen können. Dies dient Ihrer und unserer Sicherheit.

Soll ich vor Operationen meine Medikamente einnehmen?

Ausdrücklich Ja! Alle wichtigen Medikamente (Herz-, Kreislaufmittel, Asthma- oder Epilepsiemedikamente) werden ganz normal mit einem Schluck Wasser eingenommen. Verzichtbar sind Vitaminpräparate oder homöopathische Mittel und ähnliches.

Nicht genommen werden Antidiabetika incl. Insulin, da Sie morgens nüchtern bleiben! Dieses Thema wird während der Prämedikation ausführlich mit Ihnen erörtert. Die Stationen erhalten von der Anästhesie entsprechende Hinweise.

Warum darf ich vor der Operation nicht mehr essen oder trinken?

Unter einer Allgemeinanästhesie (Narkose) ist das Bewusstsein des Patienten ausgeschaltet. Dies bedeutet, dass wichtige Schutzreflexe wie Hustenreflex und Würgereflex und der reflektorische Verschluss der Luftröhre ausgeschaltet sind. Dadurch besteht die Gefahr, dass Mageninhalt aufsteigt und in Luftröhre und Lunge gelangt. Diesen Vorgang nennt man Aspiration. Bei kurz zurückliegender Nahrungsaufnahme ist von einem relativ hohen Mageninhalt mit der Gefahr einer Aspiration auszugehen. Durch eine Aspiration können eine Lungenentzündung oder schwere, bleibende Schäden am Lungengewebe hervorgerufen werden.

Auch unter Regionalanästhesien sind in seltenen Fällen Komplikationen denkbar, die zur Behandlung eine Allgemeinanästhesie notwendig machen. Somit gilt auch hier das präoperative Nüchternheitsgebot. Deshalb unsere Bitte: 6 Stunden vor der Anästhesie nichts mehr essen und trinken (Ausnahme: bis 2 Stunden vor einer Anästhesie können klare Flüssigkeiten getrunken werden, ebenso die mit ihrem Anästhesisten besprochenen Medikamente (Vorbereitungstabletten), die mit etwas Wasser geschluckt werden dürfen).

Kann ich Schmuck, Zahnprothesen anbehalten und wie sieht es mit Make-up am OP-Tag aus?

Schmuck, Uhren, Brillen, Hörgeräte usw. werden aus hygienischen, aber auch aus Gründen der Sicherheit schon im Zimmer abgenommen und im Safe verschlossen. Herausnehmbare Zahnprothesen müssen ebenfalls zurückgelassen werden. Make-up und Nagellack bitten wir ausdrücklich nicht aufzulegen, da die Überwachung dadurch erschwert werden kann. Bitte fragen Sie Ihren Anästhesisten dazu.

Wann kann ich nach einem ambulanten Eingriff wieder nach Hause?

Nach ambulanten Operationen in Vollnarkose müssen Sie in der Regel ca. drei bis vier Stunden bei uns im Aufwachraum und/oder auf der Station verweilen, bevor wir Sie nach Hause entlassen können.

Ist nach einer Narkose etwas zu berücksichtigen?

Ja, Sie sollten den restlichen Tag ruhig angehen und für 24 Stunden kein Fahrzeug führen, keine Unterschriften leisten und keine Maschinen bedienen.

Wie stark werden meine Schmerzen nach der Operation sein?

In der Regel sind Schmerzen nach einer Operation nicht vollständig zu vermeiden, sie können aber – insbesondere bei Verwendung von regionalen Anästhesietechniken (s.Schmerzkatheter)– auf ein gut erträgliches Maß beschränkt werden. In unserem Hause existiert seit Jahren ein gut etablierter Schmerztherapiestandard, der Ihnen hilft, sofort bei den ersten Anzeichen von Schmerz kompetente Hilfe zu erhalten.

Um Ihnen die Zeit nach der Operation so angenehm und schmerzfrei wie möglich zu machen, wird bereits während des Eingriffs die Dosierung der Schmerzmittel auf den erwarteten Bedarf abgestimmt. Nach Ende der Operation kann die Behandlung jederzeit nach Ihrem individuellen Bedarf verändert werden. Dies ist besonders gut möglich, da Sie die unmittelbare Phase nach einer Operation unter unserer Betreuung im anästhesiologischen Aufwachraum verbringen. Dort kümmern sich geschulte Mitarbeiter der anästhesiologischen Klinik um Sie. Fragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt der Anästhesie-Abteilung oder die Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter der Pflege auf Ihrer Station.

Warum habe ich nach einer früheren Narkose gefroren?

Es gibt verschiedene Ursachen für eventuell auftretendes postoperatives Kältezittern (Shivering). Ohne wärmeerhaltende Maßnahmen kühlt der Körper im klimatisierten Operationssaal aus. Ebenso können manche, für die Anästhesie verwendete Medikamente sowie Anästhesie-Techniken zu Shivering führen.

Um das zu vermeiden kümmern wir uns intensiv um die Wärmeerhaltung. Dazu verwenden wir spezielle Warmluft-Heizdecken sowie gewärmte Infusionen. Der Erhalt der Körperwärme dient nicht nur Ihrem Komfort, sondern verringert die Blutungsneigung sowie die Gefahr von Wundinfektionen.

Durch Abdeckungen und Wärmesysteme außerhalb des OP-Gebietes kann man versuchen den Wärmeverlust so gering wie möglich zu halten. Neben warmen Decken kann man im Aufwachraum mit bestimmten Anästhetika das unangenehme Shivering wirkungsvoll behandeln.

Kann ich während der Narkose wach werden?

Mit Hilfe der heute verfügbaren Medikamente kann die Narkosetiefe sehr genau und rasch reguliert werden. Nachdem Sie eingeschlafen sind, überprüft Ihr Anästhesist neben den lebenswichtigen Organfunktionen ständig auch die Narkosetiefe. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen, daß Sie während der Operation wach werden. Neben der vollkommenen Schmerzfreiheit achten wir darauf bis zum Operationsende eine ausreichende Narkosetiefe beizubehalten. Da die modernen Anästhesiemedikamente sehr gut steuerbar sind ist dies kein Problem und bedeutet keine unnötige Verlängerung der Anästhesie.

Bekomme ich eine Bluttransfusion?

Auch bei ausgedehnten Operationen ist bei uns die Gabe von Fremdblut eine absolute Ausnahme. Um das sicherzustellen, sammeln wir, wenn nötig, während der Operation als auch in den Stunden danach Ihr eigenes Blut und stellen daraus unter Zuhilfenahme einer speziellen Aufbereitungsmaschine (Maschinelle Autotransfusion (MAT), oder Cellsaver genannt) eine frische Blutkonserve aus Ihrem eigenen Blut her.

Nachdem wir viele Jahre die sog. Eigenblutspende angeboten haben, geben wir dem dem o.g. Verfahren der maschinellen Autotransfusion eindeutig den Vorzug, da wir hier flexibler auf den tatsächlichen Blutbedarf reagieren können und Infektionen der Blutkonserve, Schäden durch die Lagerung oder die Verwechslung der Konserve im Gegensatz zur Eigenblutspende ausgeschlossen.

Wann bin ich wieder richtig wach?

Schon wenige Minuten nach der Operation atmen Sie wieder ausreichend selbst und wir können uns mit Ihnen verständigen. Häufig werden Sie diesen Zeitpunkt aber nicht sehr bewusst wahrnehmen, so dass Sie für Aktivitäten wie Lesen, Fernsehen u.ä. häufig erst nach einigen Stunden wieder wach genug sind.

Muss ich nach einer Operation erbrechen?

Die modernen bei uns verwendeten Medikamente lösen wesentlich seltener als früher Übelkeit aus. Bitte teilen Sie uns mit, wenn sie generell zur Übelkeit neigen, bzw. Ihnen nach Operationen schon einmal Übel war. Wir beginnen dann bereits bei der Narkoseeinleitung mit vorbeugenden Maßnahmen.

Trotz aller vorbeugenden Maßnahmen kann es in Ausnahmefällen, bei besonderer Veranlagung, zu Übelkeit nach der Operation kommen, die sich jedoch durch Medikamente in der Regel schnell in den Griff bekommen lassen.

Ab wann kann ich wieder essen und trinken?

Im Grunde genommen kann man sagen: „Sobald Sie wieder Lust dazu haben“. Um Übelkeit oder Erbrechen zu vermeiden, sollten Sie in der Regel 2 bis 3 Stunden nach einer Operation mit dem Trinken warten. Sollten Sie eine Spinal- oder Periduralanästhesie erhalten haben, können Sie wieder trinken, wenn Sie das erste Mal Ihre Blase entleert haben.

Kann ein bleibender Schaden durch eine Regionalanästhesie entstehen?

Alle für die Regionalanästhesie verwendeten Materialien und Medikamente wurden speziell im Hinblick darauf entwickelt, das Risiko einer Nervenschädigung möglichst auszuschließen. Bleibende Schäden sind daher heute extrem selten.

Was ist, wenn die die Dauer der Regionalanästhesie nicht für die Dauer der OP ausreicht?

Sie müssen keine Schmerzen erleiden, wenn die Dauer der Regionalanästhesie nicht für die Dauer der OP ausreicht. Sie erhalten dann ein Schmerzmittel intravenös verabreicht. Im übrigen kann zu jedem Zeitpunkt auf eine Allgemeinanästhesie übergegangen werden.

Bin ich während der Operation in Regionalanästhesie wach?

Wenn Sie wünschen, können Sie während der Operation wach bleiben oder aber ein mildes Schlaf- und Beruhigungsmittel erhalten.

 

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